Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,
mit Freude habe ich den Bericht des Visitators Pastor Liman gelesen. Die große St. Johannisgemeinde präsentiert sich in einer lebendigen Vielfalt, die im Kirchenkreis ihresgleichen sucht. Die Palette der Gruppen, Kreise und Aktivitäten ist beeindruckend. Gemeinsam mit den Hauptamtlichen setzen viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Zeit und Kraft für die Gemeinde ein - oft weit über das "Normalmaß" hinaus. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank und meine Anerkennung.
Dass auch ein großer Kirchenvorstand in einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre effektiv und gut organisiert arbeitet, ist genauso wenig selbstverständlich wie die gute Zusammenarbeit und die verlässlichen Absprachen im Pfarramt. Auch dafür mein besonderer Dank!
Aus der Fülle des Berichteten kann ich nur einiges herausgreifen:
- Mir fällt der ausgeprägte diakonische Schwerpunkt der Gemeindearbeit auf. Auf diese Weise wird auch für Außenstehende deutlich, dass Glaube und tätige Nächstenliebe untrennbar zusammen gehören.
- Ich freue mich, dass in der Gemeinde Hauskreise dazu einladen, sich gegenseitig im Glauben zu stärken. Zusammen mit den vielfältigen Gottesdiensten zeigen sie die geistliche Mitte der Gemeinde an.
- Die breit gefächerte Kirchenmusik lädt viele Menschen zum Mitmachen ein, so dass das Lob Gottes vielstimmig erschallen kann. Es ist der Gemeinde hoch anzurechnen, dass sie sich hier auch finanziell beteiligt und die Kirchenmusikerstelle aus Eigenmit-teln von 50 % auf 80 % aufgestockt hat! Ich danke dem Förderkreis sehr für sein großartiges Engegament!. Inzwischen ist die Stelle, wie ich höre, mit Frau Ute Fink besetzt und trägt bereits hörbare Früchte.
- Schließlich haben sich viele Menschen in der Gemeinde mit bewundernswerter Energie dafür eingesetzt, das alte Gebäude der Diakoniestation zu renovieren und zu einem Ort neu gestalteter Kommunikation zu machen. Im März dieses Jahres konnte das Haus mit einem großen Fest eingeweiht werden und bewährt sich als Café und Kul-turtreffpunkt. Ein großer Mitarbeiterkreis sorgt dafür, dass es mit Leben gefüllt wird. Der Leitungskreis des Hauses wacht über die Wirtschaftlichkeit, da sich das Haus selber tragen muss. Schließlich war es eine gute Entscheidung des Kirchenvorstands, über den Beschäftigungsfonds der Landeskiche für drei Jahre die Sozialpädogogin Sabine Walkling als fachliche Begleitung einzustellen. - Ich halte dieses Projekt für geradezu vorbildlich, da es in Zeiten zurückgehender Finanzen einen innovativen, nach vorn weisenden Akzent setzt. Ich danke allen, die sich dafür stark gemacht haben, und wünsche dem Haus eine lebendige, erfolgreiche Zukunft!
Vieles andere könnte ich noch nennen, möchte aber die Berichte des Visitators nicht einfach wiederholen. So bleibt mir nur, mich seinem Dank von Herzen anzuschließen.
Ich gehe davon aus, dass Sie die Anregungen und Empfehlungen des Visitators im Kirchenvorstand beraten und die nötigen Konsequenzen daraus gezogen haben. Das Bemühen um die "mittlere Generation"; den Aufbau eines Besuchsdienstes und die Entwicklung eines KU-Konzepts, das auf die veränderten schulischen Rahmenbedingungen antwortet, möchte ich meinerseits gern unterstreichen.
Ich wünsche Ihnen und der ganzen Gemeinde weiterhin Freude und Erfüllung in der gemeinsamen Arbeit; den Mut und das nötige Augenmaß für die anstehenden Entscheidungen, wenn die Finanzmittel noch knapper werden und deutliche Prioritäten gesetzt werden müssen; Zu-versicht und Gottvertrauen für Ihren künftigen Weg und in allem Gottes guten Geist und seinen Segen.
Ich grüße Sie mit dem Monatsspruch für November aus 1. Thess. 5, 23: "Der Gott des Frie-dens heilige euch durch und durch und bewahre euern Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus."
Ihr Landessuperintendent für den Sprengel Lüneburg Hans-Hermann Jantzen
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