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Lesung "TropfenWeise" im Kulturcafé nebenan gut besucht
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„Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige", zitierte Lars Heintel am vergangenen Donnerstag, 22. März 2007, anlässlich der Lesung „TropfenWeise" den französischen Schriftsteller und Philosophen Voltaire. Doch Langeweile kam beim Publikum gewiss nicht auf. Bis auf den letzten Platz war das Kulturcafé „nebenan" in Winsen gefüllt und die Lesenden erhielten begeisterten Applaus.
Aus literarischen Blumen und Blüten hatten die Autoren des Winsener Schreibtreffs einen kunterbunten Strauß ihrer Arbeit zusammengestellt. So gewährten Renate Miog, Gerlind Boehm-Meier, Dagmar Westphal, Johannes Bildau, Susanne Bonecke, Carmen Nitsche, Hella Lach, Simone Ramin und Marga Brun Einblicke in ihr Literaturgut. Angelehnt an die Themen „Frühling" und „Wasser" gaben sie manche Anekdote, Kurzgeschichte und Impression, manch japanische Kurzliteratur, Dichtung oder Wortspielerei zum Besten.
Dabei ließen sie sich von ungewöhnlichen Begegnungen oder Naturschauspielen ebenso inspirieren wie von Bibeltexten, Eindrücken und Gefühlen. Mit Worten malten die Autoren Geschichten und Bilder. Dadurch erwachten vorm inneren Auge des Hörers flüchtende Liebhaber im Adamskostüm, nächtliche Gruselfahrten und Hunde, die fremde Luftmatratzen eroberten, zum Leben. Naturidyllen wie Seerosenteiche oder romantische Sonnenuntergänge luden zur Erquickung ein. Und auch der Humor kam an diesem Abend nicht zu kurz.
Innerhalb der Winsener Schreibgruppe, die ein Altersspektrum von fünf Jahrzehnten überbrückt, pflegt jeder Autor seinen ureigen Stil. Blumige Sprachweise und Gefühl kommen in der Runde ebenso zu ihrem Recht wie die Kunst der Verknappung.
Als Leiter der Schreibgruppe führte Lars Heintel durch den Abend. Für musikalische Untermalung sorgte die Kantorin Ute Fink am E-Piano. Abgestimmt auf die Texte improvisierte sie beeindruckende Miniaturen und Klangbilder.
Cafémanagerin Sabine Walkling freute sich über den gelungenen Abend: „Wir haben schon unterschiedliche Veranstaltungen im nebenan gehabt. Lesungen sind eher selten. Umso schöner ist es, dass wir einen Einblick in die Arbeit des Schreibtreffs erhalten durften."
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