nebenan

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Albert Witt - Ein Künstler in Krieg und Gefangenschaft - 1939 bis 1947


Ausstellung vom 28. April bis 29. Mai 2005 im nebenan


Albert Witt zeichnete schon als Heranwachsender regelmäßig. Dabei handelte es sich zumeist um kleine Formate, tagebuchähnlich datiert. Seine Ausbildung in der Werkkunstschule Köln und der Meisterschule München unterstützte diesen grafischen Schwerpunkt. Die kleinen Formate blieben typisch für ihn. Neben seiner Berufsausbildung zeichnete und entwarf Albert Witt für die Zeitschrift der Turnerjugend, für den Moeck-Verlag in Celle und vor allem für seine spätere Frau.

Die Gewohnheit, fast täglich künstlerisch zu arbeiten, half Albert Witt dann auch bei der Bewältigung von Krieg und Gefangenschaft. Mit den ca. 1000 kleinen Arbeiten, z.T. auf dünnem Toilettenpapier gezeichnet, reagierte er sich auf seine Art ab, zog sich auf diese Weise in sich selbst zurück. Gleichzeitig hinterließ er damit seiner Familie ein ungewöhnliches Tagebuch dieser schweren Zeit. Die Arbeiten von 1947 bis 1987 gilt es noch zu entdecken, denn Albert Witt scheute die Öffentlichkeit und stellte zu seinen Lebzeiten so gut wie gar nicht aus.

Lebensdaten des Künstlers Albert Witt

1907 geboren in Celle, Schuhstraße 27

1922-26 Maler- und Lackiererlehre beim Vater, Malermeister Amandus Witt

1927-29 Werkkunstschule Köln

1929-32 Meisterschule München, Abschluss mit Diplom und Meistertitel

1932-37 Studium zum Gewerbelehrer für Maler in Berlin

ab 1937 Gewerbelehrer in Uelzen

1939 Heirat mit Liselotte Eyl, Gewerbelehrerin in Uelzen

1941 Geburt der Tochter Friederike Witt-Schiedung, heute BBK Celle

1941-44 Soldat

1944-47 Kriegsgefangenschaft USA, später England

ab 1947 Gewerbeoberlehrer in Uelzen, Kreisberufsschule, Mitglied der "Kunstvereinigung", Teilnahme an mehreren Ausstellungen

1972 Pensionierung

bis 1987 Künstlerische Tätigkeit in Uelzen

1997 verstorben in Hambühren (Kreis Celle)