nebenan

Café - Ausstellungen - Musik - Treffpunkt





Erich Grün
LICHT


Eröffnung 2. November 2006 um 19.00 Uhr
durch Michael Stier, Hannover

Ausstellung vom 2. November 2006 bis 31. Januar 2007 im nebenan





Im nebenan werden Ölbilder aus dem vergangenen Jahr, einige freie, assoziative Werke in Enkaustik und Aquarell aus dem Jahr 2002 und einige thematisch gebundene Arbeiten aus den Zyklen "Altes Testament", "Neues Testament" und "Elias" gezeigt, die er 1981 begann, alle versammelt um das zentrale Thema von Erich Grün, der Bedeutung der einzelnen Farben und der Bedeutung des Lichtes.

Erich Grün wurde 1915 in Pyschminskoje in Sibirien im Internierungslager geboren, studierte zu Beginn der Weimarer Zeit an der damals bekannten jüdischen Privatschule Reimann in Berlin, erlebte auf sehr tragische Weise die Zeit des Krieges - seine Frau und alle drei Kinder starben bei einem Bombenangriff - und startete nach dem Krieg erneut mit seiner künstlerischen Ausbildung, die ihn an die Werkkunstschule nach Hannover führte. Erich Grün arbeitete 24 Jahre als Lehrer an der Bismarckschule in Hannover und lebt über die Winterzeit in seiner hannoverschen Wohnung - im Sommer bewohnt er zusammen mit seiner zweiten Frau, Oda Keitel-Grün, ein zum Atelier umgebautes Stallgebäude in Feuerschützenbostel.

Erich Grüns Arbeitsweise ist nachhaltig beeinflusst von einem seiner beiden Lehrer an der Werkkunstschule: Erich Rhein. Rhein vermittelte aleatorische Techniken, die zwar in ihren Anfängen bereits von Max Ernst in den 20er Jahren beschrieben worden sind, aber um 1950 in Frankreich und den USA an Vielfalt gewannen, so dass sie als bestimmender Faktor in die Malerei des Informell eingingen. Noch heute gehen Grüns Arbeiten von solchen Techniken aus. Er arbeitet mit Wachsstücken auf einer heißen Metallunterlage, bis das Wachs schmilzt und die einzelnen Farbflecke sich vermischen - den Arbeiten ist von daher eine hohe Transparenz und innerer Licht durchflutung eigen. Erich Grün beläßt es allerdings nicht bei solchen frei entstandenen Formen - er skizziert seine Wahrnehmung entstandener Formen in die Arbeiten hinein und benutzt diese Technk, um sie gezielt mit ikonografischen Details aufzufüllen.



Lebensdaten des Künstlers

1915 geboren in Pyschminskoje / Sibirien

1933 erste Ausbildung an der Reimann-Schule in Berlin

1948 - 1951 Fortsetzung des Studiums an der Werkkunstschule Hannover

Berufstätigkeit als Lehrer am Gymnasium (bis 1981) sowie ein Lehrauftrag an der Werkkunstschule

Zahlreiche Ausstellungen und Ehrungen in Frankreich, Finnland, Schweden und Deutschland