Zeittafel zur Winser Madonna
um 1490 Entstehung der Skulptur
1494 Die Skulptur wurde in einem Vermächtnis von Ilse,
der Witwe des Otto von Dageförde erwähnt.
1541 In einem Bestandsverzeichnis der St. Johannes-der-Täufer-Kirche
wurden in der Reformationszeit
zwei Marienskulpturen verzeichnet.
1618-1648 Zu Anfang des dreißigjährigen Krieges
wurden Gewölbe und Priechen mit reichem Bilderschmuck ausgestattet; es wurde berichtet,
dass die kaiserlichen Soldaten davor andächtig niedergekniet und gebetet haben.
1861 Am 18. Juni, dem Gedenktag an die Schlacht von Waterloo, erlässt der hannoversche König Georg V. einen Aufruf zur Sammlung von Altertümern zur Ausstellung in einem zu gründenden Welfenmuseum.
1863 Die Madonna erscheint im einzig erhaltenen handschriftlichen Inventarverzeichnis des Welfenmuseums in der Abteilung XXIII unter Nr. 47. Das Welfenmuseum wurde mit anderen Sammlungen in Hannover zum Provinzialmuseum und 1933 zum Landesmuseum.
1943 Am 8./9. Oktober wurde das Landesmuseum durch Kriegseinwirkung beschädigt. Im November wurde die Madonna mit anderen Kunstgegenständen auf der Marienburg bei Hannover sichergestellt.
1955 Das Land Niedersachsen erwarb vom Hause Braunschweig-Lüneburg die ehemals königliche Bibliothek und das Inventar des Welfenmuseums.
2005 Im Rahmen der Auktion des Welfenhauses wurde die Madonna für die Sammlung Würth in Künzelsau ersteigert und nunmehr als Leihgabe bis zum Juni 2009 der ev.-luth. Kirchengemeinde Winsen (Aller) überlassen.
2011 Am 6. Februar 2011 kehrte die Madonna als Leihgabe der Sammlung Würth bis zum 2014 zurück.
|