Es war der 16 Juli. 5 Betreuer und 32 Jugendliche warteten gespannt auf den Bus der sie in ihren wohlverdienten Urlaub bringen sollte. Für 14 Tage von Eltern, Geschwistern und der Langeweile Zuhause entfliehen.
Das Urlaubsziel : Südfrankreich, Le Grau du Roi.Mit etwas Verspätung kam der Bus an, die Koffer wurden den Eltern in die Hand gedrückt, mit dem Satz "Mach du mal!" daraufhin stürmten alle zur Tür.
Die ersten nahmen gleich die gewünschten Plätze ein. Absprachen für die Sitzreihenfolge auf dem Rückweg wurden auch schon besprochen.
Schnell noch einmal rausgerannt zum endgültigen Auf Wiedersehen und los ging die Fahrt.
Erst waren alle noch hibbelig und aufgedreht, nach einer Stunde wurde auch schon leicht gejammert das der Po wehtat.
Als wir in Hildesheim kurz rasteten stiegen noch drei weitere Jugendliche dazu. Sie waren uns allen erst vollkommen unbekannt, aber sie wurden schnell mit eingebunden und es entstand eine Harmonie, die noch die ganze Busfahrt anhielt.
Es wurde so gut wie gar nicht geschlafen, aber dafür umso mehr gesungen und Party gemacht.
An Songs war alles dabei : vom (dem bei uns sehr beliebten) Klopapier-Song, zum roten Pferd, über Biene Maja, bis hin zum Disco Pogo.
Alle haben mitgesungen und obwohl wir um 1 Uhr Nachtruhe hatten, wurde es niemals wirklich still.
Als wir auf unserem Campingplatz l'Espiguette ankamen staunten alle und rannten ins Camp hinein um zu gucken wie wir die nächsten 2 Wochen hausen würden!
Wir stellten uns unter ein Pavillon um uns von der 18 stündigen Fahrt, ohne Schlaf, kurz zu erholen.
Die Koffer wurden nach und nach aus dem Bus geholt und unter ein paar Sonnensegeln auf dem Platz aufgestellt.
Die Vorbesitzer unseres Camps saßen mit gepackten Koffern vorne am Platzeingang im Schatten und warteten auf ihren Bus.
Das sind wir in 2 Wochen, dachten einige und schon da stand fest das es kein leichter Abschied werden würde.
Aber bis dahin haben wir noch 13 Tage Zeit richtig zu feiern.
Wir setzten uns auf die dort schon aufgestellten Bänke und wurden auf die Regeln hingewiesen und wurden unseren Zelten und Zeltpartnern zugeteilt.
Es gab 8 Schlafzelte für uns Jugendliche, 2 Betreuerzelte, 1 Kochzelt und 1 großes Zelt mit Bänken und Tischen um was zu essen und rum zu sitzen.Wir räumten unsere Zelte ein, ließen die Matratzen von einem Aufpust-Gerät aufpusten und gingen alle schnurstracks in kleinen, verschiedenen Gruppen zum Strand.
Die Gruppe in der ich mitging war vollkommen überwältigt von dem was wir dort sahen!
Es sah wirklich Atemberaubend aus!
Strahlend blauer Himmel ohne eine einzige Wolke, die Sonne prallte auf uns herab und das Geräusch des Meeres erklang in unseren Ohren.
Wie verzaubert standen wir da und guckten aufs Meer.
Alle fingen an zu grinsen weil sie merkten, dass es die Realität war!
Und wir diese herrliche Realität noch 13 wunderschöne Tage genießen konnten.
Wir rannten alle zusammen in das angenehm warme Wasser! Einige Zeit verging bis wir endlich wieder aus dem Wasser kamen. Das erste was wir dann taten : EINCREMEN !
So ging der Tag schnell vorbei und wir machten noch eine Andacht, wir sangen viele Lieder, unterhielten uns über Dinge, über die man so noch nie nachgedacht hat, es war nicht langweilig, wie wir anfangs dachten, es war interessant und es hat spaß gemacht.
Die nächsten paar Tage vergingen so ähnlich, und wenn wir Abends keine Andacht hatten sind wir auf den Hauptplatz im Camp l'Espiguette gegangen, dort fand fast jeden Abend eine öffentliche Disco statt.
Ein richtiger Partyhit bei dem auch wir mittanzten war der Song "Le Papapastyle" von Mister Kingsize.
Alle tanzten und sangen.
Einige von uns drehten bei dem Song richtig auf und wir hatten viel Spaß! Das Lied wurde jedesmal gespielt, wenn Disco war.
Wir sind nach Aigues Mortes, Le Grau du Roi und nach Montpellier gefahren!
In den 3 Städten haben wir geshoppt und viele Sehenswürdigkeiten gesehen.
Es hat echt viel Spaß gemacht!
Wenn wir von unseren Ausflügen zurückkamen waren wir meistens sehr geschafft und schliefen schon auf der Rückfahrt im Bus ein.
Abgesehen von dem tollen Strand gab es auch einen Rutschpark, der eigentlich ganz cool war.
Das einzige was störte war, das alles nur mit Salzwasser betrieben war.
Das fanden wir alle nicht so prickelnd.
Die Kanutour auf dem Fluss "Gardon", war echt spitze! Alle gingen auch einmal ins Wasser, es war an manchen Stellen extrem kalt, aber bei dem sonnigen Wetter eine echte Erfrischung. Das Bergfest war ebenfalls sehr amüsant. Es gab viel zu lachen! Und so schnell und toll die Fahrt angefangen hat, war sie auch schon wieder vorbei.
Der letzte Tag in Frankreich!Wir räumten die Zelte aus, packten die Koffer und putzen die Zelte.
Wir bedankten uns alle noch mal bei unseren Superbetreuern Armin, Reiner, Andrea, Julia, Hermann und den zwischenzeitlich dazugekommenen Betreuern Evi, Julika, Michael und Oberbetreuer Felix.
Sie haben echt einen super Job mit uns gemacht, aber wir ebenso mit ihnen.
Unser Bus kam und wir waren alle nicht in Stimmung.
Wir packten die Koffer in den Bus und da unser Busfahrer jetzt schlafen musste, hatten wir noch ein wenig Zeit um unsere letzten Momente in Frankreich zu genießen.
Die meisten von uns gingen in die Dünen um sich dort hinzulegen und zu entspannen. Manche saßen auf dem Hauptplatz von l'Espiguette und andere gingen an den Strand. Das Wasser war deutlich kälter als bei der Anreise, aber da wir nur noch ein paar Stunden in Frankreich hatten, ließ auch ich es mir nicht entgehen ein aller letztes mal in diesem wunderschön klaren Meer zu schwimmen und zu tauchen! Um 5 machten alle zusammen noch einen Ausflug zu McDonalds.
Als es ungefähr 21 Uhr war konnten wir losfahren. Wir
verabschiedeten uns von unseren neu gewonnenen französchischen Freunden, stiegen in den Bus und fuhren los.
Die meisten Mädchen konnten den Abschied einfach nicht vertragen und fingen an zu weinen.
Wir fanden aber bei unseren Jungs und uns gegenseitig Trost.
Auf dem Rückweg standen wir im Stau. Von dem einen in den anderen. Um die Langeweile zu vertreiben sangen wir wieder, sprangen unerlaubter Weise im Bus rum und machten Späße. Auf dem Rückweg wurde mehr geschlafen und teilweise war es sogar still.
Als wir die 3 Hildesheimer verabschieden mussten, flossen schon die nächsten Tränen. Zögernd stiegen alle wieder ein, und wir ließen die Hildesheimer nur ungern zurück, da wir sie alle echt ins Herz geschlossen haben.
20 Stunden saßen wir jetzt schon in diesem Bus. Länger wollten wir da drin echt nicht mehr bleiben.
Angekommen in Winsen wurden erstmal die Eltern und Geschwister begrüßt, die Koffer wurden in die Autos gepackt und es fanden sich alle noch mal zusammen um sich von einander zu verabschieden.
Es war echt traurig, weil man diese Leute zwei Wochen um sich hatte. Ich hätte Anfangs nie geglaubt dass man 35 Leute in 14 Tagen so Lieb gewinnen kann, aber da hab ich mich getäuscht. Die Vorstellung das man diese Leute vielleicht nie wider sieht ist einfach schrecklich.
Aber für einige Treffen wird mit Sicherheit gesorgt !