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Die Orgel

Die Geschichte der Orgeln in Winsen lässt sich bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges zurückverfolgen.

Um das Jahr 1630 wurde von dem Orgelbauer Jonas Weigel (Braunschweig) eine Orgel gebaut. Genaue Angaben über Größe und Disposition liegen nicht vor. Während des Krieges erlitt die Orgel schwere Schäden, die in den darauffolgenden Jahren größere Reparaturen erforderten. Im Jahre 1752 erfolgte ein Neubau (Umbau?) durch den Orgelbauer Christian Friedrich Matthay (Hannover). Diese Orgel umfasste 20 Register auf zwei Manualen und (vermutlich) Pedal. Nach dem Umbau der Kirche gab es 1824 einen vollständigen Neubau der Orgel durch den Orgelbauer Christian Bethmann (Hannover-Linden). Diese Orgel erhielt 23 Register auf zwei Manualen und Pedal. Eine Erweiterung und Renovierung erfolgte im Jahr 1933. Die Orgel umfasste nun 33 Register auf 3 Manualen und Pedal.

Diese Orgel hatte im Jahr 1957 folgende Disposition:

Hauptwerk (II), Bordun 16, Prinzipal 8', Gambe 8', Rohrflöte 8' (vakant), Oktave 4', Gemshorn 4', Quinte 2?', Oktave 2', Blockflöte 2', Mixtur 3fach, Clarine 4fach, Oberwerk (I), Rohrflöte 8', Nasat 1?', Oktave 4', Flöte 4', Flageolett 2', Sesqialtera 2fach, Cimbel 3fach, Krummhorn 8',
Rückpositiv (III), Singend Gedackt 8', Prinzipal 4', Quintadena 4', Oktave 2', Quinte 1?', Scharff 4-6fach, Trompete 8'

Pedal (P), Subbass 16', Prinzipal 8', Bordun 8', Oktave 4', Flöte 2', Posaune 16', Trompete 8'

Nebenregister: Zimbelstern und Tremulant
Normalkoppeln


Im Jahr 1975 erhielt die Orgel nach einem grundlegenden Umbau durch die Orgelbaufirma Hammer (Arnum) ihr heutiges Gesicht. Der Prospekt aus dem Jahr 1824 wurde beibehalten, das Rückpositiv jedoch entfernt. Die Orgel umfasst nun 24 Register auf 2 Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertraktur ist mechanisch.

Disposition:
Hauptwerk (I)
Prinzipal 8'
Gambe 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Holzflöte 4'
Nasat 2?'
Oktave 2'
Mixtur 5fach 1?'
Trompete 8' (1985)
Hinterwerk (II)
Holzoktave 8'
Gedackt 8'
Prinzipal 4'
Spitzflöte 4'
Waldflöte 2'
Seaquialtera 2fach
Scharfmixtur 4fach 1'
Schalmey 8'


Pedal (P)
Subbass 16'
Oktave 8'
Gedackt 8'
Choralbass 4'
Rauschpfeife 3fach (1985)
Fagott 16'
Trompete 8' (1985)


Nebenregister: Tremulant, Zimbelstern (2007)
Koppeln: II/I, I/P, II/P


Die Orgelweihe erfolgte im Gottesdienst zum 4. Advent am 21. Dezember 1975. Am Abend wurde die neue Orgel vom damaligen Kirchenmusikdirektor Adolf Sörensen (Celle) vorgestellt.

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