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Samstag, 24. April 2004
Träumen unterm Apfelbaum
Nach dem Aufwachen erst einmal vorsichtig einen Blick aus dem Fenster wagen. Na prima: Das Wetter verspricht gut
zu werden. Das können wir auch gebrauchen, denn heute wollen wir mit vereinten Kräften zwei neue Schaukelgestelle auf dem Spielplatz des Johannes-Kindergarten aufbauen. Eines für eine tolle neue Nestschaukel und das andere als Ersatz für eine allzu betagte Schaukel.
Um 10.00 Uhr hatte sich schon ein ganzer Haufen Arbeitswütiger am Haus der Kirche eingefunden: Mütter, Väter, Opas und natürlich die Kinder. Mit dem ersten Kaffee in der Hand diskutierten die Männer erst einmal die Bauanleitung, während die Frauen schon fleißig am „Auskoffern" waren und eine kleine Ameisenstraße mit Schubkarren bildeten. Da war man froh, dass die schwere Erde endlich auf dem Haufen lag, schwups - saß auf dem Rückweg schon ein Kind in der Karre. Bis zum Mittag war dann das erste der beiden Gestelle aufgebaut.
Zeit für eine Stärkung: bei Fleisch, Würstchen und Salat ließen es sich alle schmecken und es konnte in die zweite Runde gehen. Kleine Zwischenbilanz: zwei platte Reifen an den Schubkarren und ein Betonmischer, der keine Lust mehr hatte. Aber wen hält so etwas schon ab? Familie Schlingmann hatte noch einen Mischer in petto und so konnte es weiter gehen. Nach Kaffee und Kuchen sah es schon gut aus: Unter dem alten knorrigen Apfelbaum mit den rosa Blüten stand das Gestell für die neue Nestschaukel. Nun hieß es, das riesige Gebirge an Rindenmulch zu verteilen, das am Morgen angeliefert worden war. Wieder Ameisenstraße und Karre für Karre wurde der Berg kleiner und der Platz um die Schaukeln weicher. So langsam ging allen etwas die Puste aus. Was lag da näher, als noch einmal den Grill anzuschmeißen und die Reste vom Mittagessen zu vernichten.
In einer geschützten Ecke saßen wir dann noch bis 21.00 Uhr in der Abendsonne zusammen. Alle k.o., aber es hat auch Spaß gemacht, zusammen diese Aufgabe zu bewältigen. Ist der Beton erst einmal trocken, können die Kinder des Johannes-Kindergarten und der Krabbelgruppen nun unterm Apfelbaum im blauen Nest träumen und schaukeln.
Vielen Dank allen fleißigen Händen, den Kindern, die den ganzen Tag begeistert gespielt und mit geholfen haben und den edlen Spendern (ein kühles Blondes wirkt manchmal enorm motivierend). Es war ein toller Tag.
(ein Bericht von Cordula Klein)
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